Ein persönlicher Beitrag von Anna Kowalczyk
Wir haben gestern meine Mutter angerufen, die in Polen geblieben ist. Sie freut sich immer auf unsere Gespräche, weil sie dann viel lacht. Ich schätze jedes Lächeln, das ich seitens ihr höre, da ich weiß, dass so was nicht jeden Tag passiert.
Sie wohnt nicht alleine und dafür bin ich dankbar. Trotzdem bin ich mir auch darüber im Klaren, dass ihr nach Gesellschaft fehlt. Die Kinder (inklusive mich) müssen doch arbeiten.
Schade, dass es keinen „Elternschaftsurlaub“ gibt.
Dann könnten wir unseren Müttern und Vätern den ganzen Kummer, die Besorgnis, sowie Liebe zurückgeben, mit welchen sie uns in unserer Kindheit umgeben haben.
Natürlich gibt es auch dabei schwierigere Momente. Probleme mit dem Gedächtnis, mit der Bewegung, Medikamente, Arzttermine und viele andere.
Oft fragt man sich als erwachsenes Kind: wie soll ich das schaffen?
Die Antwort ist: Du bist in diesem Bereich nicht alleingelassen.
Die Unterstützung ist näher, als Du denkst. Ich habe einen Tipp für Dich.
Wenn Du meine Nachrichten folgst, errate ich Dir mehr.
Glaub mir, dann wirst Du dir keine Sorgen darum machen, ob Du Deine Eltern beim Anruf gut oder schlecht gelaunt hörst, ob die Medikamente eingenommen wurden, ob jemand dabei ist, der ein Buch vorliest, zusammen fernsieht oder spazieren geht.
Und dann wirst Du Dich nicht gezwungen fühlen, lächerliche Geschichten am Telefon zu erzählen, um das echte Lachen zu hören. Du wirst einfach ein gewöhnliches Gespräch führen.
Wie früher.


